B – Spielberichte 2014/15

Kreisklasse 11.-13. Spieltag

st 11 12 13

Zweimal Chancenlos und zwischendrin eine slapstickeinlage

So. Da sind also glatt schon wieder drei Spieltage in 2015 vorüber. Zeit für eine Zwischenbilanz – und leider muss man sagen: eher suboptimal.

JFG B - SV Gendorf Burgkirchen 0:3 (0:2)
Chancenlos Teil 1. Im wahrsten Sinne des Wortes. Gefühlt gab es während der 80 Minuten einen halbwegs ernst zu nehmenden Torschuss. Recht viel mehr gibt es zu dem Spiel auch nicht zu sagen. Leider.

SG Reichertheim-Ramsau/​Gars - JFG B 3:2 (1:0)
Die Abteilung Slapstick. Ging ja schon damit los, dass alle Fahrer (vier inkl. mir) den Platz nicht fanden bzw. eben dran vorbei gefahren sind, wegen Baustelle, versteckt, kein Parkplatz etc.
Das Spiel dann ca. eine halbe Stunde lang tatsächlich fast Fußball. Auf Augenhöhe ohne dass allerdings allzu Aufregendes passierte. Kurz vor der Pause dann aber doch eine ernsthafte Torchance für den Gegner, die prompt zum etwas glücklichen 1:0 führte. Kurz nach der Halbzeit eine, milde gesagt „strittige“ Situation in unserem Strafraum: Zweikampf um den Ball, gegnerischer Angreifer fällt, Gegner bleibt in Ballbesitz, kommt aber nicht zum Abschluss, Schiri pfeift Strafstoß. Weil: erst Vorteil, nicht genutzt, dann Strafe. Also Aufregung, fragende Blicke, Elfer, 2:0, Tatsachenentscheidung. Kurz darauf so eine Art Konter unserer Mannschaft. Alessandro zieht von außerhalb des 16ers mal ab, freilich nich so Zlatan-mäßig, sondern eher, weil sonst auch keine Chance bestanden hätte, den Ball sinnvoll zu verwerten, bzw. weiter zu geben. Zieht also ab und der Ball trudelt ins linke Torwarteck, wo eigentlich auch der Torwart ist, der aber in dem Moment anscheinend die Breite des Tores nur sehr annähernd im Kopf hat. Egal, warum nicht. Plötzlich wieder Hoffnung.
Was dann aber folgte, war weniger Fußball denn Rasen-Ping-Pong. Kein auch nur annähernd strukturierter Spielaufbau von beiden Seiten, die Gastgeber drängten planlos auf die Entscheidung, unser Team verteidigte noch planloser. Absurde Verteidigungsversuche, Fehlpässe und Torschüsse en masse. Einer der absurdesten „Verteidigungs“-Versuche führte dann zum überfälligen 3:1, das in der Vorbereitung derart auf dem Silbertablett (mit Garnitur) serviert wurde, dass es die Gastgeber beim besten Willen nicht mehr ausschlagen konnten. Aber das war's ja noch nicht.
Kurz vor Schluss nochmal ein Angriff der JFG über den unermüdlich rackernden Quirin, der dann – vorher schon von Krämpfen gebeutelt – beim Versuch, zwischen zwei Verteidigern durchzuspurten ohne sonderlichen Körperkontakt, geschweige denn Foul, erneut zusammenbricht. Freistoß, obwohl der „Gefoulte“ selbst den Schiri darauf hinweist, dass es kein Foul war. Aber der Schiri kennt da nix. Foul is, wenn i pfeif. Freistoß also, Del Piero-Position (also einige Meter vorm linken Strafraumeck), Georg bringt dem Ball weit nach innen, noch weiter, und irgendwo ganz hinten steht Leander, der nich mehr ausweichen kann und den Ball mit der Brust oder sonstwie Richtung Tor bringt. Naja, der Torwart hat die Situation zu dem Zeitpunkt, wie auch die Zuschauer, wohl schon als entschärft betrachtet ...
Danach noch einige Versuche, doch noch einen Punkt zu holen. Vergebens.
Wenn's nicht so ärgerlich gewesen wär, könnte man sich an das Spiel wirklich als gelungene Slapstick-Einlage erinnern. Mit Fußball allerdings, nun ...

JFG B - Waldkraiburg 0:4 (0:1)
Der Tragödie dritter Teil. Wobei das jetzt, im Vergleich zum Spiel gegen Gendorf, über weite Strecken gar nicht so schlecht aussah, trotz des relativ frühen Gegentreffers. Man könnte fast wieder sagen, auf Augenhöhe. Freilich schwand nach dem 0:2 nach einer knappen Stunde der Glaube an ein Erfolgserlebnis, und damit auch die Kraft, gegen den Tabellenführer weiter Stand zu halten. Trotzdem war es von den drei Spielen vielleicht der hoffnungsvollste Auftritt der Mannschaft.

(admin – 15.04.2015; Grafiken von der bfv-Website)


Kreisklasse 8. Spieltag ... 31.10.14

JFG B – SVW Burghausen III 4:2 (1:1)

Ein Lebenszeichen

Man muss sich kurz das vorangegangene Heimspiel in Erinnerung rufen. Gegen Kay. Nach Blitzstart ein zunehmender fußballerischer Offenbarungseid, der auch durch das letztlich erzitterte Pünktchen nicht viel Hoffnung machte. Das darauffolgende Auswärtsspiel gegen Neumarkt ... nun, auch nicht. Und jetzt, gegen Burghausen, wieder ein frühes Tor (typische Wurl-Situation im Strafraum nach Ecke – oder war's Freistoß? – die Gäste bringen den Ball nicht weg und Leander findet letztlich eine Lücke zum Abschluss), wie würde es weitergehen?

Es ging ganz anders weiter als gegen Kay. Zwar kassierte man in der 18. Minute den Ausgleich, aber von Beginn an und vor allem nach der Führung war das ein ganz anderes Auftreten unserer Mannschaft. Das begann ganz hinten mit einem gut aufgelegten Lukas, einem Julian als Turm in der Abwehr und setzte sich über Mittelfeld fort bis zum Sturm. Natürlich war nicht alles golden, aber weitesgehend konnte man erkennen, dass versucht wurde, mal wieder ein strukturiertes Spiel aufzuziehen. Wurde allerdings bis zur Halbzeit nicht belohnt, wär auch vielleicht etwas zu viel des Guten gewesen.

Unmittelbar nach der Pause dann allerdings Doppelschlag. Zuerst in der 43. Minute eine scharfe Hereingabe in den Strafraum durch Georg, die zwar keinen Mitspieler findet, dafür einen gegnerischen Verteidiger. Eigentor, 2:1, auch recht. Nur zwei Minuten später eine Traumkombination von Jannik und Quirin – Letzterer verwandelt abgeklärt zum 3:1. Sah ja ganz gut aus. Die (Vor)freude sollte allerdings nicht allzu lange währen. In der 52. Minute quasi aus dem Nichts bzw. als Folge eines gemeinschaftlichen Sekundenschlafs der Anschlusstreffer. Im Anschluss wurde das ganze Treiben zunehmend hitziger, der gegnerische Coach des Platzes verwiesen, Diskussionen, Aufregung ...

Zum Glück ließ sich unser Team nicht zu sehr anstecken, ganz im Gegenteil: Während ein Gegenspieler noch eine Zeitstrafe absaß nutzte Marvin zehn Minuten vor Schluss einen schönen Konter zum 4:2. Da die JFG auch in der Schlussphase die Konzentration hoch hielt war damit der zweite Dreier der Saison unter Dach und Fach. Und das verdient.

Aufstellung (in Klammern nix):
Lukas Hurmer, Johannes Vetter, Franz Obermayer, Philipp Moser, Julian Korhammer, Leander Blösl (1/-), Jannik Losert (-/1), Leon Krattinger, Georg Poschner (-/1), Justin Wolfinger, Quirin Botz (1/-), Marvin Zehren (1/-), Timo Schmidhammer, Timo Brodschelm
(admin – 02.11.2014)


Kreisklasse 5. Spieltag ... 10.10.14

JFG Ötting/Inn - JFG B 2:2 (0:1)

Punktlandung

Wir schreiben die letzte Minute der üppigen Nachspielzeit, ein letzter Angriff über rechts von Georg wird durch ein Foul in Höhe des 16ers unterbunden. Ein letzter Freistoß. Eine letzte Chance? Justin legt sich den Ball zurecht, im Strafraum wurlts wie in einem aufgeschreckten Ameisenhaufen … der Ball kommt. Hoch und lang. Zu lang? Nein, am Ende des Gewurls bringt irgendwie Philipp noch die Stirn an den Ball, köpft Richtung Tor, der Torwart hat ihn im Fallen, fällt nach hinten, ein Pfiff, Ball hinter der Linie. Ausgleich. Wahnsinn.

Im Anschluss natürlich tumultartige Proteste des Heimvereins. „Gar nie nicht war der hinter der Linie nicht, des siegt doch a Blinder“ etc. Fakt ist, dass es, egal aus welcher Perspektive, vermutlich schwer zu beurteilen war. Fakt ist zudem, dass der Schiri in Höhe Torauslinie stand und von daher wohl von allen die beste Sicht hatte. Und der schönste Fakt ist, dass das Tor zählte.

Was vorher geschah: nach sieben Minuten erst mal 20 Minuten gar nix – halbseitiges Flutlichtversagen. Dann ausweichen auf den Nebenplatz und dort konnte einem zu Beginn Angst und Bange werden. Die Gastgeber wirkten erst körperlich, läuferisch und auch spielerisch überlegen. Es dauerte nicht allzulange, bis sie begannen, sich auf unser Tor einzuschießen und nach einiger Zeit stand nur die bange Frage „wann?“ im Raum. Doch so beiläufig geschah Wunderliches: Bei näherem Hinsehen entpuppte sich diese Dominanz als gar nicht so dominant, im Mittelfeld wurden Zweikämpfe gewonnen, in der Defensive entpuppten sich unsere Verteidiger als genauso schnell und zudem sehr abgeklärt im Zweikampfverhalten. So blieb lediglich eine optische Dominanz. Nur mit hochkarätigen eigenen Chancen wollte es nicht so recht klappen.

Bis zur 39. Minute. Angriffsversuch durch die Mitte, nachdem sich zwei Öttinger gegenseitig via Bodycheck kurzfristig aus dem Spiel nahmen, Ball läuft gut aber noch nicht zwingend, wird wieder mal vertändelt? Irgendwie nicht, irgendwie schafft es Leander diesmal, den letzten Pass zu Quirin durchzustecken, der irgendwie mal abzieht. Man darf es gestehen – eine schmeichelhafte Führung, auf Grund des Einsatzes aber nicht gänzlich unverdient.

In Hälfte zwei bauten die Gastgeber freilich zunehmend noch mehr Druck auf, parallel begannen sie mehr und mehr mit sich und ihren vergebenen Großchancen zu hadern. Für unser Team blieb immer mal wieder die Chance zu einem Tempogegenstoß, das eventuell vorentscheidende 2:0 wollte aber auch nicht gelingen. So kam es fast zwangsläufig zum Ausgleich, allerdings auf kuriose Art und Weise. Nach einem Standard und einigem Hin und Her hat Lukas den Ball aus kurzer Distanz eigentlich in den Händen, ein grad in der Nähe stehender Gegenspieler „schnappt“ ihn ihm aber wieder weg und staubt ab. Der Schiri zeigt erst „kein Tor“ um sich wenige Sekunden später, hach heftigen Protesten der Gastgeber zu einem klaren „Naja, dann halt doch Tor“ durchzuringen. Die Situation war wohl grenzwertig. Das Tor kann, muss man aber nicht geben. Dass ein Schiedsrichter eine Entscheidung revidiert, ist grundsätzlich auch zu begrüßen – sobald dieses auf Grund klarer Tatsachen geschieht. Wenn allerdings protestierende, aufgebrachte Spieler dieses bewirken (kein Linienrichter, Videobeweis oder sonstwas) wirkt das auch, nun, grenzwertig.

Shit happens. Und weiter geht's. Nächster gefährlicher Angriff gegen uns. Lukas kratzt den Ball noch von der Linie, verletzt sich dabei aber unglücklich am Handgelenk und muss nach minutenlanger Unterbrechung ausgewechselt werden. Johannes geht ins Tor, muss sofort einmal, zweimal klären … beim dritten krachst, ohne, dass er was dafür könnte. Wir schreiben Minute 77. Die Hausherren wollen den dritten Treffer, drängen, rennen bis in die Nachspielzeit. Und dann … siehe oben.

Fazit: Knallerspiel und nicht nur wegen (vielleicht) ausgleichender Ungerechtigkeit ein auf Grund des Einsatzes und dem nie nachlassendem Willen (Hallo Titan) hochverdienter Punkt.

Aufstellung (in Klammern Tore/Assists):
Lukas Hurmer, Johannes Vetter, Alessandro Freutsmiedl, Philipp Moser (1/-), Julian Korhammer, Leander Blösl (-/1), Georg Poschner, Leon Krattinger, Justin Wolfinger (-/1), Jannik Losert, Quirin Botz (1/-), Marvin Zehren, Christoph Mayer, Timo Schmiedhammer, Alexander Mayer
(admin – 12.10.2014)


Kreisklasse 1. Spieltag ... 12.09.14

JFG B – SG Reichertheim-Ramsau/​Gars 0:2 (0:0)

Halloween light

Die ersten Minuten nach Abpfiff musste ich tatsächlich an den Horrorfilm-Klassiker „Halloween“ denken, den ich vor zarten 35 Jahren das erste und letzte Mal sah. In Erinnerung war mir ein Film, der ewig so dahindümpelt und einen dann plötzlich mit unerwarteten Schockszenen doch noch mehrfach aus der Chaise Longue reisst ... jaja, wenn Opa erzählt ...

Tatsächlich war es so, dass wir eine erste Hälfte mit einigen manierlichen Spielzügen zu sehen bekamen, Halbchancen hüben und drüben, mit einem leichten Plus (was die Gefährlichkeit angeht) für unser Team. Insgesamt aber angemessenes 0:0.

Hälfte zwei dann erst ähnliches Bild. Insgesamt wirkten unsere Möglichkeiten zwingender aber irgendwas fehlte immer bzw. die Torschüsse waren zu unplatziert, zu unkonzentriert, zu überhastet oder zu spät (ja, wie man's macht ... manchmal ist's immer verkehrt). Es sah alles nach einem unaufgeregten 0:0 aus, vor allem da der Gegner auch nur durch mehr oder eher weniger gefährliche Distanzschüsse sein Glück im Abschluss versuchte.

Aber die Schreckmomente à la Halloween sollten kommen. In der Schlussphase, zwei Konter, zwei wirklich konzentrierte Torschüsse, zwei Gegentreffer. Das alles in einer Phase, in der es wirkte als ob, wenn schon, unsere Mannschaft noch irgendwie einen glücklichen Siegtreffer erzielen könnte. Ein blödes Spiel. Halloween fand ich damals eigentlich auch blöd, zumindest hatte ich nie das Bedürfnis, ihn nochmals anzuschauen.

Aufstellung (in Klammern nix):
Lukas Hurmer, Johannes Vetter, Alessandro Freutsmidl, Philipp Moser, Julian Korhammer, Leander Blösl, Jannik Losert, Georg Poschner, Marvin Zehren, Timo Schmidhammer, Justin Wolfinger, Timo Brodschelm, Franz Obermayer, Alexander Mayer, Christoph Mayer

(admin – 14.09.2014)